Reife Leistung in Aulendorf

Bei herrlichem Spätsommerwetter und auf der sehr schönen Sportanlage der SG Aulendorf war für den zweiten Spieltag der Kreisliga A1 alles angerichtet. Rund 125 Zuschauer sahen eine insgesamt faire Partie, in der die SGM Fischbach/Schnetzenhausen am Ende verdient alle drei Punkte mit an den Bodensee nahmen.
Die Hausherren kamen besser in die Partie. Zehn Minuten waren gespielt, da kam eine Flanke in den SGM-Sechzehner, wo Krenzler hochstieg und den Ball per Kopf unhaltbar ins lange Eck nickte – 1:0 für die SGA. Die SGM ließ sich davon aber nicht unterkriegen und übernahm langsam, aber sicher das Kommando. In der 24. Minute hebt L. Pfister das Ding mit mehr Gefühl als sein Spotify-Mix über die Aulendorfer Abwehrkette. M. Reinhart stand da, wo ein Offensivspieler stehen muss, und vollstreckte eiskalt zum 1:1. Dann Minute 33: Freistoß von rechts, halbhoch, halbgar, dann Hacke, Spitze, Durcheinander und am Ende stand Strommer frei und schob das Ding über die Linie. Der Treffer hatte zwar mehr mit Flipper als mit Tiki-Taka zu tun, aber wie heißt’s so schön: Die Schönheit des Tores steht in keinem Verhältnis zur Wichtigkeit.
Nach der Pause überließ die SGM erstmal den Aulendorfern das Feld. Viel Ballbesitz und viele lange Bälle in die Spitze. Unsere Kette? Stand wie ein IKEA-Regal, diesmal sogar mit Aufbauanleitung. Und dann kam die 75. Minute. Poša. 25-30 Meter vor dem Tor. Ball springt leicht. Die Ratschläge mehrere Mitspieler einfache und ruhige Sachen zu machen, wurden konsequent ignoriert. Also einfach mal abziehen und der Ball schlug ein wie ein Feierabendbier auf nüchternen Magen – 1:3, ein echtes Brett, Marke „Tor des Monats“. Sechs Minuten später war dann der berühmte Deckel drauf. L. Pfister, erneut mit Gefühl und Übersicht, steckt durch auf den eingewechselten Haupter, der allein vor dem Keeper cool bleibt und einschiebt zum 1:4.
Fazit: Die SGM Fischbach/Schnetzenhausen zeigte nach einer holprigen Anfangsphase eine reife Leistung und entführte völlig verdient alle drei Punkte aus Aulendorf. Laufbereitschaft, Kaltschnäuzigkeit vorm Tor, das waren die Zutaten für einen erfolgreichen Auswärtstrip.








