Doppelschlag in der Anfangsviertelstunde

Der Ball rollt wieder im ehrwürdigen Albert-Müller-Stadion und die SGM Fischbach/Schnetzenhausen hat endlich die Heimbilanz entstaubt. Mit einem 2:0 über den SV Weissenau durften die Hausherren den ersten Heimsieg der Saison in Fischbach feiern.
Schon in Minute 11 bewies die SGM, dass sich frühes Pressing durchaus lohnen kann. Pfister ging am gegnerischen Sechzehner drauf wie ein Staubsauger im Turbomodus, warum denn auch nicht als rechter Außenverteidiger? – eroberte den Ball und bediente Ercolani. Der leitete traumwandlerisch weiter zu Reinhart, der trocken einschob. Zack, 1:0! Und die Weissenauer Hintermannschaft schaute sich gegenseitig an, als hätten alle gleichzeitig den Herd angelassen. Nur vier Minuten später dann der nächste Nadelstich, diesmal mit einem Einwurf, der in seiner Flughöhe vermutlich auch im Nachbardorf sichtbar war. Mayer legt im 16ner dann den Ball quer und Ercolani stand goldrichtig und vollendete zum 2:0. Der berühmte Doppelschlag – im Amateurfußball ungefähr so selten wie ein Spieler, der nach dem Training nicht über Muskelkater klagt. Danach beruhigte sich das Spiel. Fischbach/Schnetzenhausen stellte auf gemütliches „Verwalten“ um und streute ein paar Ballverluste ein, damit auch die Gäste aus Weissenau mal etwas vom Rasen hatten. Mit 2:0 ging es in die Pause.
Auch in Hälfte zwei statt den Sack frühzeitig zuzumachen, schlich sich bei der SGM der berühmte „Zwei-Tore-sind-doch-eh-genug“-Gedanke ein. Plötzlich häuften sich die Ballverluste im Aufbauspiel, und der Gegner aus Weissenau kam immer besser ins Spiel. Ein, zwei Mal wurde es bedrohlich, denn die Gäste hatten mehr Räume, konnten aber kein Tor erzielen. Hinten hielt die SGM dicht, als ginge es um die letzten Plätze auf dem Oktoberfest. Offensiv verpasste man zwar den Deckel draufzumachen, aber es reichte, um den ersten Heimsieg 2025 in Fischbach einzutüten.
Fazit: Mit einem Doppelschlag in der Anfangsviertelstunde stellte die SGM Fischbach/Schnetzenhausen die Weichen auf Sieg und ließ anschließend nur noch wenig anbrennen. Die Defensive präsentierte sich stabil, die Offensive effizient genug, um das Spiel früh zu entscheiden. Das 2:0 ist am Ende verdient und ein Befreiungsschlag für die Heimbilanz. Einziger Wermutstropfen: Nach 15 Minuten war’s mehr Verwaltungsakt als Spektakel. Aber hey, drei Punkte sind drei Punkte. Und Kreisliga bleibt Kreisliga.











